Radfahren bei Kälte? Warum du auch im Winter nicht auf dein Training verzichten solltest!

Es ist kalt, nass, glatt und dunkel. Vier der meist verwendeten Ausreden, wenn es um das Radfahren oder gar das Radtraining im Winter geht.

Warum du dennoch deinen inneren Schweinehund überwinden solltest und raus an die frische Luft solltest, erfährst du in diesem Beitrag! Ich habe dir die Pro´s und Kontra´s für und gegen den Radsport im Winter gegenübergestellt.

Aufnahme von meiner morgentliche Radtour am zweiten Weihnachtsfeiertag 2020

PRO – Vitamin-D kann man auch im Winter tanken!

Es ist mit eines der wichtigsten Vitamine, die wir unserem Körper geben können. Leider ist es dennoch Mangelware in diesen Jahreszeiten und sehr schnell ausgeschöpft.

Unter Vitamin D Mangel können nicht nur die Knochen leiden, sondern auch Krankheiten begünstigt werden. Eine Studie des Max-Rubner-Instituts in Karlsruhe ergab vor einigen Jahren, dass bis zu 90% der Menschen in Deutschland einen Mangel an Vitamin D verzeichnen.

Also lass es nicht so weit kommen und schwing dich trotz der kalten Temperaturen auf das Rad. Schon 10 Minuten täglich an der Sonne, kann helfen den Vitamin D Mangel vorzubeugen. Warum also nicht die 10 Minuten auf dem Fahrrad verbringen und aus 10 vielleicht sogar 30 oder 60 Minuten machen.

Mein Home-Trail an der Halde-Großes-Holz in Bergkamen

KONTRA – Es ist kalt, nass und ungemütlich

Kein Argument gegen Radfahren, sondern vielmehr Ausreden warum man es dann doch nicht gemacht hat.

Überwinde deinen inneren Schweinehund und greif dir dein Rad. Die Kälte verfliegt nach ca. 10 Minuten aktivem fahren. Dein Körper schraubt den Kreislauf hoch, erzeug wärme, pumpt warmes Blut in deine Hände und Füße und du fühlst dich schon bald pudelwohl auf dem Rad.

PRO – Das Infektionsrisiko für Viren und Bakterien sinkt

Dieser Punkt ist nicht wie man zuerst meinen sollte an das derzeitige Corona Virus angelehnt. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen Fakt, der uns auch schon vor dem Jahr 2020 begleitete.

In du das Fahrrad für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder auch zum Training verwendest, spart man sich hohe Infektionsrisiken, die z.B. im Bus, der Straßenbahn oder auch im Fitnessstudio auf uns lauern. An der frischen Luft auf unserem eigenen Bike können uns Bakterien und Viren wenig anhaben. Wir fahren also so zu sagen vor ihnen davon.

Ich mit meinem gerade neuen Canyon Torque im Schnee

KONTRA – Eis und Glätte erhöhen dein Unfallrisiko

Bei diesem Punkt handelt es sich um einen wirklich ernst zu nehmenden Fakt, dem man jedoch vorbeugen kann. Dennoch sei gesagt, dass du gerade im Winter gut auf dich aufpassen musst und deinen Fahrstil immer an die jeweiligen Witterungs- und Straßenverhältnisse anpassen solltest.

Wichtig zu den kalten Jahreszeiten sind gute Reifen, die dir genügend Grip in den Momenten geben, in denen du ihn wirklich brauchst. Über die Frage jedoch, welcher Reifen denn nun wirklich „gut“ ist, streiten sich viele Biker in den zahlreichen Online-Foren. Wähle also für dich, einen Reifen der etwas gröber und breiter ist, als du ihn sonst im Sommer fahren würdest und lerne ihn kennen. Somit weißt du schnell, wo deine und seine Grenzen liegen.

Zudem sind Helm und Handschuhe gerade im Winter, aber auch sonst das Jahr über, Pflicht! Es muss zwar nicht gleich der Fullface-Helm sein. Ein einfacher Spektral-Helm wie wir ihn alle kennen, wäre jedoch mindestens angebracht.

PRO – Fit in die Bike-Saison starten

Ende Mai ist es endlich wieder so weit. Vieler Orts wird die Bike-Saison starten. Du möchtest doch nicht erst dann anfangen, wieder Kondition aufzubauen!?

Behalte dir die Kondition des letzten Jahres aufrecht. Schon wenige Fahrtrainings im Winter genügen, um genau so stark in die Bike-Saison zu starten, wie du die letzte aufgehört hast. Na wenn das mal kein Argument ist..

KONTRA – Dunkelheit erhöht die Hemmschwelle loszufahren

Wer kennt es nicht. Man schaut um 16.30 Uhr aus dem Fenster und draußen ist es schon längst stockduster. Dabei hat man doch gerade erst Feierabend gemacht..

Genau an diesem Punkt ist es ein leichtes klein bei zu geben und das Fahrrad in der Garage oder im Keller stehen zu lassen. Ich kann dir jedoch nur mit auf den Weg geben, lass dich von Dunkelheit nicht unterkriegen. Klemm dir gute Beleuchtung ans Rad und starte deine nächste Fahrt ins dunkle und unbekannte.

PRO – Erhöhtes Wohlfühlgefühl nach dem Sport

Dies ist ein Effekt, der uns nicht nur im Winter zu gute kommt. Auch im Sommer fühlt man sich nach dem Sport meist wohler in seiner Haut als davor. Warum also diesen Effekt nahezu ein halbes Jahr missen?

PRO – Bei Kälte verbrennt unser Körper mehr Kalorien

Ganz genau. Du hast richtig gehört. Je kälter unsere Umgebungstemperatur ist, umso mehr Kalorien verbrennen wir beim Sport. Ganz nach dem Motto, „Frier dich schlank!“

Dieser Effekt entsteht kurz gesagt, dadurch, dass dein Körper mehr Energie aufwenden muss, um dich zu wärmen. Diese Energie gewinnt er durch eine erhöhte Fettverbrennung. Ein positiver Nebeneffekt, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Also fassen wir zusammen:

pro

  • Vitamin D erhält man nur draußen unter dem Sonnenlicht
  • Geringeres Infektionsrisiko für Viren und Bakterien
  • Fit für die aufkommende Rad-Saison
  • Bei Kälte verbrennt unser Körper mehr Kalorien
  • Erhöhtes Wohlfühlgefühl nach dem Sport

kontra

  • Es ist kalt, nass und ungemütlich
  • Erhöhtes Unfallrisiko aufgrund von Glätte
  • Dunkelheit erhöht die Hemmschwelle loszufahren

Was du nun aus diesen Punkten machst, bleibt immer noch dir überlassen. Meine Gedanken dazu kennst du jedoch nun. Ich hoffe auch du kannst herausfinden, dass es auch im Winter viel zu entdecken gibt da draußen!

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2 Gedanken zu „Radfahren bei Kälte? Warum du auch im Winter nicht auf dein Training verzichten solltest!“

  1. Ein Interessanter Blog. Ich kann dem nur zustimmen. Ich bin auch das ganze Jahr mit dem Fahrrad unterwegs. Selbst bei bei Schnee bin ich letzte Woche 60 km gefahren. Danke für die tolle Seite.

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